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Fortsetzung

Medienzeit, Smartphone-Regeln und Co - Was Eltern beschäftigt

… Und die Frage nach der Zeit, in der Kinder Medien nutzen?

Die Frage zur Zeit und Mediennutzung ist wiederum abhängig vom Alter des Kindes. Dabei ist es aber noch wichtiger, auf die Qualität der Mediennutzung zu achten. Konsumiere ich passiv oder werde ich zu eigenem kreativen Tun aktiviert? Eltern sollten es ihrem Kind auf jeden Fall leicht machen, ein Gefühl für die Zeit bei der Mediennutzung zu entwickeln. So lernen Kinder für später, ihre Mediennutzung selbst zu regulieren. Eltern können zum Beispiel eine Uhr mit dem vereinbarten Zeitlimit in die Hörweite des Kindes beim Spielen am PC aufstellen.

Was möchten Eltern darüber hinaus von Ihnen wissen und wie antworten Sie als Medienpädagoge darauf?

Eltern interessiert, wie sie ihre Kinder vor Gefahren im Netz schützen können. Eltern können beispielsweise mithilfe von Kinder- und Jugendschutzprogrammen oder Kinderbrowsern die Wahrscheinlichkeit reduzieren, dass Kinder mit irritierenden Inhalten konfrontiert werden und mehr Zeit als verabredet an den Geräten verbringen. Auf Smartphones können zudem mit zusätzlichen Apps beispielsweise eine Zeitbegrenzung pro App und Tag installiert werden. Wichtig ist aber, dass solche Programme kein Auto-Pilot in der Medienerziehung sind und die Programme klare Grenzen haben. Es gibt zum Beispiel keine Möglichkeit, unpassende Videos oder Fotos in Chats von WhatsApp kindgerecht zu filtern.

Auch die Frage nach dem Aufsetzen von Mediennutzungsregeln wird immer wieder gestellt.




Wir empfehlen Eltern, erst mit ihrem Partner über Regeln und Befürchtungen zu sprechen. Dann sollten sie die Wünsche und Vorstellungen ihrer Kinder bei der Smartphone-Nutzung abfragen und offen mit ihren Befürchtungen wie die Nutzungsdauer sprechen.

Kinder können hier Vorschläge machen. Wenn Eltern es schaffen, dabei nicht anklagend zu wirken und sich auf ihre Vorbildfunktion einlassen, kommen oft sehr gute Impulse von den Kindern und Jugendlichen.

Neben konkreten Antworten auf die vielen Fragen, suchen Eltern auch nach vertraulichen Ansprechpartnern. Wir raten Ihnen sich mit Freunden und anderen Eltern auszutauschen, da sich alle Eltern mit der Herausforderung Medienerziehung befassen müssen. Sie können das Thema auch in die Schule tragen und sich z.B. für einen Elternabend stark machen oder bei Familienzentren oder Bibliotheken nachfragen.

Weitere Informationen

Das Mentorenprogramm Digitale Helden, ermöglicht es Schulen, eigenständig Schülerinnen und Schüler der Stufen acht und neun zu Multiplikatoren für die Unterstufe auszubilden. Die fast gleichaltrigen Mitschüler können so auf Augenhöhe zuhören und Tipps für die Mediennutzung geben. Aktuell sind bereits mehr als 80 Schulen in acht Bundesländern Teil des Netzwerks und es werden jährlich mehr. Eltern und Multiplikatoren sind herzlich zu den kostenfreien Online-Seminaren eingeladen: www.digitale-helden.de/onlineseminare


Veranstaltungshinweise

28. Februar bis 01. März 2017

Ort: Berlin

Bei dem Kurs Appgeholt – Projektarbeit mit Jugendlichen lernen Pädagoginnen und Pädagogen Apps, Tools und mediale Angebote kennen sowie Tipps und Tricks für die Umsetzung kreativer Praxisprojekte.


06.-07. März 2017

Ort: Berlin

In der Weiterbildung Sprachbildung mit Medien – Digitale Bilderbücher und Apps setzen sich Eltern und Fachkräfte mit den Einsatzmöglichkeiten der digitalen Medien für die Sprachbildung auseinander.


ab 13. März 2017

Ort: Berlin

Die berufsbegleitende Qualifizierung: Fachprofil Familie und Medienerziehung bietet nach Abschluss von drei Präsenzmodulen, Selbstlernabschnitten und der Präsentation des Gelernten eine Zertifizierung als Eltern-Medien-Trainerin und Trainer.




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