Häuser von Tinybop

  • Plattformen iPad (Apple)
    iPhone (Apple)
    iPod Touch (Apple)
    Getestete Version: iOS: 1.1.6
  • EntwicklerTinybop Inc.
    540 Atlantic Avenue
    5th Floor
    Brooklyn, NY 11217
    http://tinybop.com


  • Mindestalter 6 Jahre
  • Genre Lernspiel-App
  • Plattformen iPad (Apple)
    iPhone (Apple)
    iPod Touch (Apple)
    Getestete Version: iOS: 1.1.6
  • EntwicklerTinybop Inc.
    540 Atlantic Avenue
    5th Floor
    Brooklyn, NY 11217
    http://tinybop.com

Häuser von Tinybop

"Häuser von Tinybop" gewährt Kindern ab fünf Jahren einen Einblick in die Wohnsituationen von Menschen in anderen Ländern und Kulturen. In insgesamt vier Wohnstätten, die in den USA, der Mongolei, Guatemala und im Jemen stehen, können sich die Kinder umschauen, die Einrichtungen untersuchen und Unterschiede und Gemeinsamkeiten zum eigenen Zuhause entdecken. Dazu gehört auch, in den fremden Häusern interaktiv zu werden – beispielsweise durch Kochen, Musizieren und Spielen.



Kurzbewertung

"Häuser von Tinybop" ist eine App, die aus dem App-Dschungel heraussticht, indem sie die Vorzüge des Mediums Tablet gekonnt nutzt. Die Inhalte sind sehr offen, kreativ und intuitiv angelegt. Kinder können sich auf eine virtuelle Weltreise begeben und dabei Einblicke in andere Kulturen bekommen. Dabei gibt es keine Regeln, aber viele verschiedene Anlässe, aktiv zu werden und darüber zu kommunizieren und zu diskutieren – womit die App sich besonders als gemeinsames Familienprogramm empfiehlt.




Inhalt

"Auf der Erde gibt es sieben Milliarden Menschen und ebenso viele Möglichkeiten, ein Haus zu einem Zuhause zu machen." Mit diesem Satz beginnt das Handbuch im Elternbereich zur App "Häuser von Tinybop". Diese besondere App ist also eine Art interaktiver Spielplatz, auf dem Kinder Einblicke in das Alltagsleben von Menschen in anderen Ländern und Kulturen bekommen, indem sie sich virtuell in deren Häusern bewegen und dort aktiv werden. Die Auswahl an Haushalten hält eine Jurte in der Mongolei, ein Adobe-Haus in Guatemala, ein Reihenhaus in Nordamerika und einen Wohnturm im Jemen bereit.

Wie auch die anderen Apps von Tinybop gibt es keine direkten Regeln, nach denen man sich in den Häusern bewegen soll oder muss. Vielmehr gilt es, den Begriff Zuhause auf vielfältige und kreative Weise zu erleben – beim Auskundschaften von Elektrizität und Entsorgungsanlagen, beim Kochen, Putzen und natürlich beim Spielen. Hilfreich dabei ist ein Zoom, gekennzeichnet durch ein Plus-Zeichen, der anzeigt, wo genau sich die wichtigsten interaktiven Elemente verstecken.

Für die Kinder interessant sind natürlich besonders die Unterschiede im Alltagsleben – wo wird auf einem heißen Stein gekocht, wo trinkt man Tee, wer trägt einen Schleier und welche Musik wird wo gehört, um nur einige Beispiele zu nennen. Auch Gemeinsamkeiten gibt es zu entdecken – Handys gibt es überall, Solarzellen sogar vor einer Jurte in der Mongolei und Brettspiele lieben alle Kinder auf der Welt. Ein netter kleiner Trick ist es, dass man die Spiegel in den Wohnstätten mit seinem Ebenbild füllen und die Fotogalerien ebenfalls mit eigenen Fotos bestücken kann, falls man der App den Zugriff auf die Kamera erlaubt hat.

Die App "Häuser von Tinybop" bietet jedoch nicht nur Informationen, es gilt auch, genau hinzuhören, welche Geräusche die jeweiligen Wohnstätten umgeben, auf das Klima zu achten, herauszufinden, warum die Häuser so gebaut sind und sich die Inneneinrichtung und Dekoration genau anzuschauen und daraus seine Schlüsse zu ziehen. Damit ist "Häuser von Tinybop" eine App, die sehr viele Möglichkeiten im Repertoire hat und viele Anlässe bietet, sich über fremde Kulturen zu informieren, aber auch, sich von ihnen inspirieren zu lassen.





© Screenshots: 2014 Tinybop Inc.

Spielspaß

Die App macht vor allem Kindern Spaß, die gern experimentieren und sich für fremde Lebensformen interessieren. Es gilt, seinen eigenen Weg durch die App zu finden – einerseits eine Herausforderung, andererseits eine willkommene Abwechslung zu vielen Apps, auf denen die Wege sehr vorgezeichnet sind.

Spielspaß-Wertung: gut

Pädagogische Bewertung

Pädagogische Aspekte

Das Kennenlernen fremder Lebensformen und Kulturen ist für Kinder ab dem Vorschulalter spannend und herausfordernd. Da nicht jeder überall hinreisen kann, bietet die App die Möglichkeit, virtuell in Jurten, Türme und Häuser fremder Länder zu blicken.

Eignung für die Zielgruppe

Die App ist zwar übersichtlich aufgebaut, aber nicht inuitiv zu bedienen, sodass Kinder ab sechs Jahren zunächst Anleitung benötigen, bevor sie sich allein damit beschäftigen können. Teilweise stören Kinder die Wartezeiten, weil die App bei jedem Szenenwechsel laden muss. Da sie viele Kommunikationsanlässe bietet, empfiehlt sich die Nutzung durch mehrere Kinder oder die ganze Familie. Auch der Anbieter selbst weist an verschiedenen Stellen darauf hin.

Zeitmanagement

Da die App keine klare Struktur hat, sondern experimentell entdeckt werden kann, müssen klare Zeitabsprachen getroffen werden. Am besten entdecken Eltern die App gemeinsam mit ihren Kindern, um festzustellen, wann ein guter Zeitpunkt ist, zum Ende zu kommen.

Worüber Erwachsene mit den Kindern sprechen können

Fremde Kulturen, Wohnformen, Bräuche und Rituale bergen unzählige Sprechanlässe in sich. Gerade in Familien mit Migrationshintergrund können Bezüge zur eigenen Ursprungskultur hergestellt und Geschichten anderer Länder eingeflochten werden.

Einsatzmöglichkeiten in der medienpädagogischen Praxis

Die App eignet sich, um mit kleineren Gruppen von Kindern gemeinsam in fremde Welten abzutauchen. Foto-, Bastel- und Malprojekte können sich hervorragend daran anschließen. ("Wie sieht das Haus deiner Träume aus?" Wo würdest du gerne einmal leben?")

Pädagogische Bewertung: sehr gut

Sicherheit und Kosten
Kinder-, Jugend-, Daten- und Verbraucherschutz

Kosten

Die App kostet zum Besprechungszeitpunkt 2,99 €.

Kinder-, Jugend- und Datenschutz

Ins Internet kommt man nur über den Elternbereich, den man selbst mit einem Code sichern kann. Von dort sind sowohl der App Store, als auch Seiten, die andere Produkte des Anbieters bereithalten, zu erreichen. In einem News-Feed gelangt man auch leicht zu Twitter und anderen Social-Media-Diensten. Aus der App direkt heraus ist das nicht möglich, weswegen der Kinder- und Jugendschutz als unproblematisch eingestuft wird.

Sicherheit und Kosten: gut

Bedienung, Gestaltung und Technik


Die App benötigt ein wenig Eingewöhnungszeit, um das Grundprinzip der Navigation kennenzulernen. Ein Schlüssel am linken Bildschirmrand führt zu den Einstellungen. Hier können die Kinder z.B. festlegen, ob sie die Begriffe in verschiedenen Sprachen angezeigt bekommen wollen. Und hier kommt man auch wieder zur Weltkarte, von der aus die vier verschiedenen Wohnstätten zu erreichen sind. Anzumerken ist, dass die App relativ viel Speicherplatz benötigt (202 MB) und daher im Vergleich zu anderen einige Zeit braucht bis sie installiert ist. Im Elternbereich kann die Sprachauswahl reduziert werden, sind Spielanregungen u.Ä.m. zu finden.


Die App kostet zum Besprechungszeitpunkt 3,99 €.

Bedienung und Technik: okay

Links zu den Stores im Netz

Apple App Store

https://itunes.apple.com/de/app/hauser-von-tinybop/id922609543?mt=8

Apple App Store

https://itunes.apple.com/de/app/hauser-von-tinybop/id922609543?mt=8


Getestete Version



Anbieter


Autorenschaft

i.A. des Deutschen Jugendinstituts e.V., Kati Struckmeyer (JFF – Institut für Medienpädagogik) Erfassungsdatum: 14.04.2015



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