Direkt zum Seiteninhalt springen Direkt zum Hauptmenü springen Direkt zur Suche springen

Bitte haben Sie einen kurzen Moment Geduld. Wir suchen für Sie.



Initiativ- und Servivebüro Gutes Aufwachsen mit Medien

Animation: Ladebalken
INFORMIEREN
Veröffentlicht am: 23.07.20

Smartphone, aber sicher! - Wie Eltern und Pädagog*innen Kinder bei einer souveränen Smartphone-Nutzung begleiten können

Es ist unser alltäglicher Begleiter: das Smartphone. Fast jede*r Jugendliche*r im Alter zwischen 12 und 19 Jahren besitzt bereits ein Smartphone, wie die aktuelle JIM-Studie zeigt. Auch bei jüngeren Kindern ist die Nutzung eines Smartphones beliebt: 51 Prozent der Kinder besitzen laut aktueller KIM-Studie ein eigenes Smartphone/Handy. Das Smartphone wird vor allem genutzt, um sich mit Freund*innen auszutauschen, Musik zu hören, Videos anzuschauen und zu spielen. Auch dient das digitale Gerät dazu, persönliche Momente via Handykamera festzuhalten oder lustige Szenen per Video aufzunehmen und anschließend in sozialen Netzwerken zu posten.

Das Thema Smartphone ist ein viel diskutiertes Thema, das viele Eltern beschäftigt: Ab wann ist mein Kind alt genug für ein Smartphone? Wie viel Zeit am Smartphone ist okay? Wie kann ein Smartphone kindersicher eingestellt werden? Welche Herausforderungen gibt es im Umgang mit Smartphones?

Das erste eigene Smartphone

Ab welchem Alter Heranwachsende reif für ein Smartphone sind, hängt vor allem von der individuellen Entwicklung ab. Bei der Anschaffung eines Smartphones sollten sich Eltern zunächst die Frage stellen, wie medienkompetent und medienerfahren ihr Kind schon ist. Das bedeutet zu schauen, ob Heranwachsende altersgerechte Webseiten von solchen unterscheiden können, die jugendgefährdend und für Kinder und Jugendliche entsprechend ungeeignet sind. Dazu zählen unter anderem Gewaltdarstellungen und Pornografie.

Zudem gehört zu einer sicheren und souveränen Internetnutzung auch das Wissen über Persönlichkeitsrechte, Datensicherheit und Einstellungen zum Schutz der persönlichen Daten. Dazu gehört beispielsweise zu wissen, was es beim Teilen und Verbreiten von Fotos und Videos im Netz zu beachten gilt. Auch ist es sinnvoll, mit Kindern über mögliche Herausforderungen im Netz zu sprechen und ihnen Strategien zu vermitteln, wie sie sich vor Risiken, wie zum Beispiel Cybermobbing, schützen können.

Eine gute Orientierung für den Kauf eines Smartphones bietet die Checkliste der europäischen Initiative „klicksafe“. Die Checkliste greift Fragen zur Handynutzung auf, die Eltern bei der Beurteilung helfen, ob ihr Kind ein Smartphone sicher und verantwortungsbewusst bedienen kann. Auch die Initiative „SCHAU HIN! was dein Kind mit Medien macht“ bietet umfangreiche Informationen zum Thema Smartphone an. Speziell an pädagogische Fachkräfte richtet sich das Material zum Thema „Mein erstes Smartphone“ von webhelm, einem Projekt des JFF - Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis. Das Material umfasst drei Einheiten zum Thema Smartphone, die auch unabhängig voneinander durchgeführt werden können.

Gemeinsame Medienerlebnisse schaffen

Grundsätzlich ist es wichtig und ratsam, gemeinsame Medienerlebnisse zu schaffen: Eltern und Erziehende sollten gemeinsam mit Kindern im Netz surfen, spielen und ausprobieren. Zudem sollte Raum dafür da sein, um über Erlebtes und Gesehenes zu sprechen und sich über Bedürfnisse, Wünsche und Absprachen auszutauschen.

Medienzeiten vereinbaren

Bei einem spannenden Spiel oder einem lustigen Video kann man schnell die Zeit vergessen. Wenn es darum geht, wie viel Zeit mit digitalen Medien und Geräten verbracht wird, hilft es, klare Regeln und Absprachen aufzustellen. Dafür eignet sich ein Mediennutzungsvertrag, in dem Eltern gemeinsam mit ihren Kindern aushandeln und verbindlich festlegen, welche Medien und Inhalte und wie lange diese genutzt werden dürfen. So lernen Heranwachsende Medienzeiten einzuteilen und Absprachen einzuhalten. Nicht zu vergessen ist auch die eigene Vorbildrolle von Eltern und Pädagog*innen: Kinder orientieren sich an ihnen, daher ist es auch wichtig, die Vorbildrolle ernst zu nehmen und das eigene Medienverhalten bewusst zu reflektieren.

Angebote für Kinder nutzen

Für einen sicheren Zugang zum Netz eignen sich insbesondere kindgerechte Angebote wie die Kindersuchmaschine Blinde Kuh, klick-tipps.net, ein Empfehlungsdienst für gute Kinderseiten und Apps sowie Seitenstark, die Arbeitsgemeinschaft vernetzter Kinderseiten.

Technische Einstellungen vornehmen

Damit Heranwachsende sicher im Netz surfen können, sollte das Smartphone kindersicher eingerichtet werden. Dazu zählen Voreinstellungen auf dem Smartphone und Apps zur Kindersicherung, die entweder schon auf dem Gerät vorinstalliert sind oder aus dem App-Store heruntergeladen werden können. Tipps, wie das Smartphone kindersicher eingerichtet wird, haben wir in diesem Artikel zusammengestellt.

 

Weitere Informationen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Diesen Beitrag teilen Facebook Twitter