Vorwort

Liebe Leserinnen und Leser,

beschreiben Sie einmal, was das Internet ist, aber ohne die Wörter Computer, Surfen, Webseite und WLAN zu benutzen. Knifflig, oder? Und zugleich ein spielerischer Einstieg in die Medienarbeit mit Kindern und Jugendlichen. Diese Projektidee und weitere Inspirationen zum aktuellen Schwerpunkt „Medienerziehung" finden Sie in unserem Newsletter.

Erfahren Sie, wie ein Tablet-Einsatz in der Kita aussieht und welche einfachen kreativen Medienprojekte Sie zu Hause durchführen können. Zudem gehen wir der Frage nach, inwieweit die Haltung pädagogischer Fachkräfte ihre Arbeit im Bereich der Medienerziehung prägt. Wie immer enthält der Newsletter des Initiativbüros „Gutes Aufwachsen mit Medien" auch viele weitere Tipps zur medienpädagogischen Arbeit, wichtige Hintergrundinformationen und Empfehlungen zu praktischem Material, guten Kinderseiten und bundesweiten Veranstaltungen.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen und Ausprobieren!

Ihr Team des Initiativbüros „Gutes Aufwachsen mit Medien"

Hintergrund

Medienerziehung: Welche Rolle spielt meine Haltung?

Fachkraft mit Kindern am Tablet

Haltung ist ein schwieriger Begriff. Man kann auch Einstellung oder Überzeugung sagen. Diese persönlichen Einstellungen sind besonders wichtig für die Arbeit einer pädagogischen Fachkraft. Doch was ist damit gemeint? Warum hat sie etwas mit Medienkompetenz zu tun? Und wie kann man seine eigene Haltung überprüfen und verändern?

Haltung in der pädagogischen Praxis

Untersuchungen zeigen, dass vor allem die eigenen Überzeugungen darüber entscheiden, ob pädagogisches Personal digitale Medien nutzt oder nicht. Es sind nicht die Geräteausstattung oder die Fortbildungen, die bestimmen ob sie mit Medien in pädagogischen Situationen erfolgreich umgehen - sondern ihre Haltung. An zweiter Stelle kommt die Selbstwirksamkeitserwartung. Das bedeutet: die Fachkraft glaubt, dass etwas - zum Beispiel die Arbeit mit dem Tablet in der Kita oder Schulklasse - gelingen wird. Hierfür muss sie nicht alle Technik immer perfekt selbst beherrschen, sondern auch darauf vertrauen, die technischen Schwierigkeiten mit den Kindern oder Jugendlichen gemeinsam zu bewältigen.
Vor allem aber das, was die pädagogische Fachkraft von den Medien hält, also ihre Haltung, scheint ausschlaggebend für die erfolgreiche Nutzung und den pädagogischen Einsatz von Medien. Und das ist eben nicht einfach zu verändern.

Alle Menschen werden durch ihre Erziehung und sozialen Erfahrungen geprägt. Sie bringen in ihre Ausbildung diese persönlichen Neigungen mit. Viele Studierende im Lehramt haben eine kritische Haltung zum pädagogischen Medieneinsatz, obwohl sie digitale Medien im Alltag intensiv nutzen. In der Ausbildung nehmen sie daher unbewusst vor allem solche Informationen wahr, die ihre bisherige medienkritische Überzeugung verstärken.

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Veranstaltungshinweise

05. November 2018

Ort: München

Bei der Lehrkräfte-Fortbildung Wertvermittlung mit digitalen Medien lernen Interessierte Methoden kennen medienethische Fragen in die Praxisarbeit zu integrieren.


08. bis 09. November 2018

Ort: Berlin

Der Kurs Tablets und Smartphones für die pädagogische Arbeit gibt Einblicke in den medienpädagogischen Einsatz von mobilen Medien.


10. bis 11. November 2018

Ort: Dresden

Das Medienkulturzentrum Dresden und das Deutsche Kinder- und Jugendfilmzentrum laden Interessierte zum Medienfestival unter dem Motto Zukunftsmusik ein.



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